Die Möglichkeiten der Gadgets und Hilfsmittel zum Joggen mit Hund sind unendlich – jedoch brauchen wir eigentlich nur wenig.
Wenn du gerade erst mit dem Joggen anfängst oder wie ich nach längerer (Krankheits-) Auszeit wieder neu einsteigst, umso besser: Als Laufanfänger nutzt du wahrscheinlich sowieso Intervalle aus Gehen und Laufen im Wechsel, umso leichter für deinen Hund, sich an die neue Belastung zu gewöhnen. Aber wann kann ich meinen Hund eigentlich mitnehmen?
Zunächst: Dein Hund sollte ausgewachsen sein, daher mindestens ein Jahr erreicht haben. Idealerweise ist er tierärztlich untersucht worden, insbesondere Hüfte und Ellenbogen (gerne auch mit einem Röntgenbild). Außerdem sollte dein Hund Bewegung bereits gewohnt sein und Muskulatur aufgebaut haben. Wir lassen immer gerne noch einen Physiotherapeuten auf unsere Hunde schauen, das ist neben dem Tierarzt unser Hauptansprechpartner bei körperlicher Belastung. Ein Physiotherapeut kann auch gute Übungen für zu Hause empfehlen, um Muskulatur zu erhalten und Körpergefühl zu entwickeln, zum Beispiel mit einem Balance Board.

Mein Hund ist fit – und jetzt?
Jetzt solltest du zunächst überlegen, wie es denn um eure Leinenführigkeit und euren Freilauf steht. Wenn dein Hund frei laufen kann, so sollte er jederzeit ansprechbar sein. Läufst du, vielleicht auch, weil es in deiner Umgebung eine Leinenpflicht gibt, mit Leine, so nutze gerne eine etwas längere, leichte Leine, die deinem Hund etwas Spielraum gibt an einem (vorzugsweise) Geschirr. Auf dem Markt gibt es eigens dafür hergestellte Joggingleinen, ich nutze aber einfach eine ganz dünne Lederleine, die ich entweder um die Schulter hänge oder unserem Hund zum Tragen ins Maul gebe, weil er eben gerne etwas trägt. Tut natürlich nicht jeder Hund.
Plane vor dem Lauf eine Gehphase zum „Lösen“ ein und beginne dann deinen Lauf. Achte auf die körperlichen Stress-und Ermüdungsanzeichen deines Hundes und passe gegebenenfalls das Tempo an. Checke immer mal wieder mit einem Rundumblick dein Umfeld – kommen Autos, Räder, andere Läufer? Mache dir einen Plan für diese Gegebenheiten und greife auf bereits erlernte Signale zurück.
Dein Hund braucht eine Pause? Dann gib sie ihm. Wenn ich mit Hund laufe, laufe ich nicht gegen die Uhr sondern nach unser beider Gefühl. Manchmal steckt man daher ein bisschen zurück und verzichtet eben auf eine neue Bestleistung, hat dafür aber viel Freude mit dem eigenen Hund gehabt. Das ist auch mal ok! Den Stress mit der Uhr gebe ich mir dann lieber alleine.
Wie bei jeder Unternehmung mit Hund: Prüfe die Wetterbedingungen. Knallt die Sonne? Dann ists wohl eher nichts mit einem langen Lauf. Verschiebe daher doch einfach auf den frühen Morgen oder späten Abend. Solltest du im Dunkeln laufen, so beleuchte deinen Hund, sodass er für andere sichtbar ist, wir nutzen dafür gerne die Leuchties.
Hey Iris,
vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Nachdem ich auch gerade wieder mit dem Laufen starte, werde ich mit Arta mal versuchen, wie es sich einbinden lässt – kurze Strecken rennt sie schon sehr gerne mit. Allerdings sieht sie es gefühlt noch eher als Spiel und kreuzt daher auch gerne vor mir. Das wird noch etwas Anpassung von uns beiden brauchen 🙂